Die Diagnose eines hypoxischen Hirnschadens – also einer Schädigung durch Sauerstoffmangel – ist für Betroffene und ihre Angehörigen ein Schock. Von einer Sekunde auf die andere ist nichts mehr, wie es war. Ob nach einer Komplikation unter der Geburt, einem Fehler bei der Narkose oder einer verzögerten Reanimation: Die Folgen sind meist lebenslang und erfordern eine immense Kraftanstrengung der gesamten Familie.

In vielen Fällen wird den Eltern oder Angehörigen suggeriert, das Ereignis sei ein „schicksalhafter Verlauf“ gewesen. Doch meine langjährige Erfahrung als Rechtsanwältin im Arzthaftungsrecht zeigt: Hinter einem Sauerstoffmangel steckt oft ein vermeidbarer Behandlungsfehler.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falles. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche.
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Was ist ein hypoxischer Hirnschaden?

Ein hypoxischer Hirnschaden entsteht, wenn das Gehirn über einen kritischen Zeitraum hinweg nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Bereits wenige Minuten können ausreichen, um Nervenzellen dauerhaft zu schädigen. Die Folgen reichen von motorischen Einschränkungen und Entwicklungsverzögerungen bis hin zu schwersten geistigen und körperlichen Behinderungen, die eine lebenslange 24-Stunden-Pflege notwendig machen.

Typische Fehlerquellen: Wo passieren die Versäumnisse?

Um Haftungsansprüche erfolgreich durchzusetzen, muss genau geprüft werden, an welcher Stelle die medizinische Sorgfaltspflicht verletzt wurde. Häufige Fallkonstellationen in meiner Praxis sind:

  • Fehler in der Geburtshilfe: Auffälligkeiten im Herzton-Wehen-Schreiber (CTG) werden ignoriert, ein notwendiger Kaiserschnitt wird zu spät eingeleitet oder die Überwachung der Mutter während der Austreibungsphase ist lückenhaft.
  • Anästhesiefehler: Komplikationen bei der Intubation oder eine mangelhafte Überwachung im Aufwachraum führen zu einem unbemerkten Atemstillstand.
  • Verzögerte Notfallreaktion: Im Krankenhaus wird bei akuter Atemnot oder Kreislaufstillstand zu spät oder fachlich unzureichend reanimiert.

Warum die rechtliche Aufarbeitung so wichtig ist

Ein Verfahren gegen Ärzte oder Kliniken bringt die Gesundheit nicht zurück. Aber es sichert die finanzielle Zukunft. Ein hypoxischer Hirnschaden löst enorme Kosten aus: für Therapien, Hilfsmittel, behindertengerechte Umbaumaßnahmen am Haus oder der Wohnung sowie der eigene Verdienstausfall oder der Verdienstausfall naher Angehöriger, die ihre Berufstätigkeit für die Pflege aufgeben müssen.

Schmerzensgeld und Schadenersatz

Bei schweren Hirnschäden nach Behandlungsfehlern werden heute Schmerzensgelder in sechs- bis siebenstelliger Höhe zugesprochen. Hinzu kommen Ansprüche auf:

  • Erwerbsschaden: Ausgleich für das Einkommen, das das Kind oder man selbst nicht mehr selbst verdienen kann.
  • Mehrbedarf: Kosten für Pflege, Physiotherapie und spezielle Heilbehandlungen.
  • Haushaltsführungsschaden: Entschädigung für die Einschränkungen bei der Bewältigung des Alltags.

Warum Sie eine spezialisierte Vertretung brauchen

Kliniken und deren Haftpflichtversicherer verfügen über spezialisierte Rechtsabteilungen, die oft auf Zeit spielen. Als Rechtsanwältin, die ausschließlich Patienten vertritt, kenne ich die Taktiken der Gegenseite genau. Ich analysiere die Patientenakte lückenlos und kann so Ihre Ansprüche auf Augenhöhe durchzusetzen.

Handeln Sie frühzeitig

Lassen Sie nicht zu, dass Verjährungsfristen verstreichen oder Beweise verloren gehen. In einem ersten Gespräch klären wir gemeinsam, ob Anhaltspunkte für einen Behandlungsfehler vorliegen und welche Schritte nun notwendig sind.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falles. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen bei der Durchsetzung Ihrer Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche.